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  • Lena

"Ist heute ein guter Museumstag?"



"Ist heute ein guter Museumstag?" - diese Frage stammt aus einem meiner Lieblingsbücher von John Strelecky "The Big Five for Life" und regt uns an, jeden Tag als ein Ausstellungsstück im Museum unseres Lebens zu betrachten.

Wenn wir am Ende unseres Lebens durch dieses Museum gehen, womit wird es gefüllt? Mit den schönen Momenten mit der Familie, spannenden Reisen, interessanten Arbeitstagen mit Kolleginnen und Kollegen, vielleicht aufregenden Abenteuern und Gesichtern unserer Freunde? Oder mit gestressten Tagen, ungeliebtem Job, langweiligen Abenden vor dem Fernseher, zerrissenen Beziehungen mit den anderen Menschen?

Die Entscheidung darüber, welche Exponate in das Museum kommen, liegt in unserer Hand. Wir sind Architekten und Gestalter unseres Museums und somit unseres Lebens.

Wie ich bereits im Artikel über Glücksmomente in jedem Tag erwähnt habe, kann nicht jeder Tag ein Höhepunkt sein, aber es gibt schöne Momente, die wir jedem Tag abgewinnen können.

"Ist heute ein guter Museumstag?" ist für mich zu einer Leitfrage geworden, die mir hilft, meine Tage so zu gestalten, dass ich und andere Menschen mit Freude auf diese im Museum schauen können. Es ist in Ordnung, einen schlechten Tag zu haben. Natürlich sind unschöne Ereignisse im Leben auch ein Bestandteil des Museums. Nur wenn sich solche schlechten Tage häufen, frage ich mich: Woran liegt das? Was möchte ich ändern, damit ich weniger solche Tage habe bzw. damit sich mein Museum mit positiven Momenten füllt.

Diese Frage ist auch der Schlüssel zur Reflexion über die Prioritäten und die Balance im Leben. Was ist mir wichtig? Womit möchte ich meine wertvolle Zeit verbringen? Gibt es vielleicht Aspekte, über die ich mich ärgere oder aufrege, die sich dessen gar nicht wert sind? Wie kann ich meinen Blick und meine Zeit den Menschen und den Dingen widmen, die mir im Leben wichtig sind?

Den Hauptcharakter des Buches hat diese Frage dazu bewegt, darüber nachzudenken, was ihm im Leben am meisten Freude macht und wie er das mit seinem Beruf verbinden kann. Danach wechselte er den Job und konnte sehr viel reisen, was ihm sehr viel Spaß machte und für ihn sehr wichtig war. Dadurch hat er für schöne Bilder in seinem Museum gesorgt.

Und sein Freund, dessen Idee mit dem Lebensmuseum es war und der leider schwer erkrankt war, hat von allen seinen FreundInnen und MitarbeiterInnen ein schönes Geschenk erhalten - die Führung durch sein Lebensmuseum mit Fotos, Bildern und anderen Ausstellungsstücken. Nun müssen wir aber keine Prominenten oder historisch wichtige Persönlichkeiten sein, damit für uns nach unserem Tod ein Museum errichtet wird. Es reicht vollkommen aus, unsere eigene Vorstellungskraft zu aktivieren und unser Museum vor dem inneren Auge zu führen.

Der heutige Tag ist für mich ein guter Museumstag. Dabei möchte ich mich später an das Farbenspiel der vielfältigen herbstlichen Blätter, die in der Sonne leuchten, und an diesen Blogbeitrag erinnern.

Ich wünsche Euch viele gute Museumstage und ein Museum, auf das Ihr stolz sein werdet.




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